… oder: wie du aus der inneren Vorstellungswelt auftauchst 

Du hast eine persönliche Geschichte – aber du bist nicht diese Geschichte. Das zu erkennen ist wesentlich, wenn du ein wirklich freies Leben führen willst.Doch – wie kommen wir zu dieser Geschichte? Und weshalb halten wir so oft so hartnäckig (und manchmal auch verzweifelt) daran fest?

Wie wir unsere Welt erschaffen
Wir haben ganz bestimmte Vorstellungen von dem, was wir sind und was wir glauben, tun zu müssen.Wir haben Vorstellungen davon, wie andere uns sehen, und wir haben Erinnerungen an all die Dinge, die wir schon erlebt haben inklusive all der Träume, die wir uns aus bestimmten Gründen versagt haben.Wir haben eine Vielzahl von Vorstellungen darüber, wie die Dinge sind und wie das Leben ist bzw zu sein hat.

Es hat ja auch irgendwie was Vertrautes
Und nur selten kommen wir auf die Idee, unsere Vorstellungen zu hinterfragen.

Warum?

Weil wir schlicht und einfach Angst haben. Und unsere Ideen und Vorstellungen – all das, was unsere persönliche Geschichte ausmacht -, geben uns Sicherheit.

Doch diese Sicherheit ist sehr trügerisch
Denn das Leben wandelt sich ununterbrochen. Und diese ständige Veränderung erzeugt Angst, weil wir nicht wissen, was als nächstes kommt oder weil wir das befürchten, was kommen könnte.

Und was hat es mit dieser Angst tatsächlich auf sich?
Angst ist die Vorstellung von deiner Unzulänglichkeit, mit etwas zurecht zu kommen. Und diese Vorstellung wird geschürt und genährt von all den Überzeugungen und Erinnerungen, die du hast – eben deiner persönlichen Geschichte.

Loslassen ist der Preis der Freiheit
Wenn du dich entschließt, deine persönliche Geschichte Stück für Stück aufzugeben, wirst du etwas verlieren – nämlich die Idee davon, was du glaubst zu sein, zusammen mit der Angst, die diese Idee auslöst.

Dafür wirst du etwas gewinnen, und dieser Gewinn läßt sich mit keinem Geld der Welt kaufen: deine Freiheit. 

Die Freiheit eines Lebens in der Unsicherheit.
Die Freiheit eines Lebens ohne Angst.

Und du wirst erkennen, dass du viel größer, viel weiter und viel leuchtender bist als alle Vorstellungen, die du bisher von dir gehabt hast :-)

Praktische Coaching-Tipps für den Alltag:

    • Lerne, deine Aufmerksamkeit konstant nach außen, auf deine Umgebung, auf andere Menschen, zu lenken.
    • Um dich von dem Verhaftetsein mit deiner persönlichen Identität zu lösen, lerne, dich von außen zu betrachten. Übe, deine Aufmerksamkeit auf eine Stelle über dir und hinter dir zu richten.
    • Frage dich selbst, von außen betrachtet: „Wer bist du?“
    • Beim Spazierengehen, frage dich: Was hebt die Beine, was bewegt die Arme, was hört?
    • Verzichte für eine Weile darauf, die Worte „ich“, „mir“, „mich“ und „mein“ zu benutzen. Betrachte stattdessen dich selbst als „es“.
    • Frage dich so lange „Wer bin ich?“, bis dir keine Antwort mehr einfällt. Genieße die Stille, die vorübergehend entsteht.
    • Finde heraus, woher du diese Antworten kennst. Entscheide dich, ob du sie behalten, loswerden oder ändern möchtest.
    • Erkenne dein Bedürfnis nach Sicherheit als einen (oder den) Hauptgrund für dein Festhalten an gewohnheitsmäßigen Denk- und Verhaltensmustern.
    • Lasse alte, behindernde Verhaltensweisen los, die dir lediglich die Illusion von Sicherheit vorgaukeln.

 

0 Comments

Post your comment

XHTML: You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>